„——
17 ich kein Glück, und ach, ich wage nicht zu hoffen, daß
ſie ihre Zuſtimmung zu einem Liebesverhältniß zwiſchen
uns gibt.“
„Fürchte nichts, mein füßes Lieb, ich werde ſie ſchon umſtimmen, mein Bitten und die Offenheit, mit der ich ihr gegenübertreten will, müſſen ſie von meiner Red⸗ lichkeit überzeugen.“
„Auf keinen Fall wage einen ſolchen Schritt, er würde Dir große Unannehmlichkeiten bereiten, denn meine Mutter iſt äußerſt heftig und ſtreng, Du kennſt ſie nicht!“
Lag nicht eine verſteckte Klage in dieſen Worten? Sacco hatte bei ſeiner erſten Anweſenheit in der Liewe⸗ ſchen Wohnung nur zu wohl bemerkt, daß Anna und ihre Mutter nicht in beſonderer Harmonie leben konnten; dazu war einmal ihre geiſtige Ausbildung zu himmel⸗ weit verſchieden, und dann zeigte ſchon das ganze Auftreten der Gärtnerin ſo viel Schroffes, ja Ab⸗ ſtoßendes, was ſie durch den täglichen Marktverkehr angenommen, daß ein ſo zartes Weſen wie Anna ſich unmöglich in ſolcher Weiſe an ſie anſchmiegen konnte, wie es wohl ſonſt von der Tochter gegen die Mutter geſchieht, wenn dieſe in jeder Beziehung ſympathiſiren. Voll innigen Gefühls fragte er:„Aber was ſoll denn geſchehen, Du lieber Engel? Du meinſt daß Du
en, II.


