Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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ohne die Genehmigung Deiner Mama mich nicht wieder⸗ ſehen dürfeſt.

Ich ſelber werde ihr unſere gegenſeitige Liebe offen⸗ baren und das noch heute Abend. O ich will ſie ſo herzlich bitten, daß ſie mich erhören muß. Und läßt ſie ſich nicht durch mich erweichen, dann ſei verſichert, daß jeder Verſuch ſie umzuſtimmen vergebliche Mühe iſt.

Aber wenn ſie nun nichts von mir wiſſen will, was dann, Du herziges Kind?

Ja, dann bleibt uns nur übrig, zu entſagen; ich kann meine Aeltern nicht hintergehen.

Entſagen? Nimmermehr! Und wenn Du vor mir fliehen wollteſt, ich würde Dich ergreifen und nicht von mir laſſen. Dein Herz gehört mir, folglich biſt Du auch ganz mein und ich will mit Dir leben oder um Dich zu Grunde gehen. 3*

Der Graf ſprach mit einer ſolchen Heftigkeit, daß die junge Dame erſchreckt ſeinen Arm losließ und ſtehen blieb. Jetzt umfaßte er ſie, preßte ſie an ſich und rief:O, Du mein ſüßes Leben brauchſt nicht vor mir zu bangen, Dir könnte ich kein Leid zufügen.

Ich vertraue Dir ja ſo gern! Doch nun leb' wohl, mein Geliebter; morgen erfährſt Du, was wir zu hoffen haben. Gebe Gott, das Beſte! flüſterte Anna.

O nein, noch laſſe ich Dich nicht von mir. Sieh,