Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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Er nahm ihren Arm und nun wandelte ſie duldend an ſeiner Seite hin.

Annchen, ich weiß es, Du liebſt mich, Dein Be⸗ nehmen gegen mich heute Abend hat es mir genugſam geſagt. Sieh, Geliebte, wenn ich je aufhöre, dieſer Liebe mich würdig zu zeigen, ſo will ich als der elendeſte Menſch vor Dir gelten. Doch nun bitte ich Dich auch, komme mir mit gleichem Vertrauen entgegen, ſei mir ſo recht von Herzen gut', fuhr Sacco im Gehen fort.

Wie glücklich dieſe Worte das junge Mädchen machten! Aber im nächſten Augenblick erzitterte ſie wieder vor Angſt und Beſorgniß. Weinend kehnte ſie ihr Köpfchen an den Arm des Grafen und war un⸗ fähig, zu antworten.

Er blieb ſtehen, küßte die Thränen von ihren Wim⸗ pern und ſprach:Annchen, haſt Du kein einziges freundliches Wort der Erwiderung für Deinen Bräu⸗ tigam? Dabei zog er einen koſtbaren Ring vom Finger und ſteckte ihn ihr an die Hand.

Nein, um Gotteswillen, keinen Ring! rief Anna heftig.Ich will ja Alles thun, was Du willſt, ich liebe Dich ja unausſprechlich, aber ich bin ſehr un⸗ glücklich; es iſt wahrſcheinlich das erſte und letzte Mal, daß wir in dieſer Weiſe uns ſehen und ſprechen, denn

ohne die Bewilligung meiner Mutter ſuche und erwarte