Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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Schluchzen aus, doch ihre Hand hielt die ſeine feſt, als ſollte dieſelbe ewig in der ihren ruhen bleiben.

Das waren ſelige Momente einer wahren erſten Liebe, die hier auf der Straße von zwei jugendlichen Herzen im Selbſtvergeſſen gefeiert wurden.

Die Dämmerung war inzwiſchen eingebrochen und die dichtbelaubten Lindenbäume der Allee thaten das Ihre, die Spaziergänger in ein Halbdunkel zu hüllen, um ſie ſo den Blicken Neugieriger unkenntlich zu machen.

Sacco benutzte dieſe Begünſtigung.Mein herziger Engel, ſprach er ſchmeichelnd,ich bin noch ſehr an⸗ gegriffen, bitte, leihen Sie mir Ihren lieben Arm, damit ich eine Stütze habe, und dann begleite ich Sie noch ein Stück Ihrer Wohnung zu.

O nein, nein, bitte, nicht! Meine Mutter könnte uns ſehen und dann wäre ich ſehr unglücklich. Mein Gott, was thue ich? Ach, Herr Graf, ich habe mich ſehr vergangen, ich muß meiner Mutter Alles ſagen leben Sie wohl! hauchte Anna hin.

Sie wollen mich jetzt verlaſſen, mein Annchen? klagte Sacco darauf mit einer ſo zu Herzen ſprechenden Stimme, daß das junge Mädchen bewältigt wurde und aufs neue wieder willig ſtehen blieb. Sie wollte ja

dem Grafen nicht wehe thun.