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der erſtere hatte erſt vor wenigen Tagen ſein Schmerzens⸗ lager verlaſſen, ſeine Wangen waren gebleicht, man ſah es ihm auf den erſten Blick an, daß er viel ge⸗ litten. Aber auch Anna war etwas verändert. Ihr Auge ſchaute jetzt lange nicht mehr ſo unbefangen wie ehemals in die Welt hinein, oft brannte darin ein ge⸗ wiſſes Etwas oder es ruhte ſo ſinnend auf einem Punkt vor ſich, daß der ſtille Beobachter leicht zu dem Schluſſe kam, ſie habe bereits die erſten Wonnen und Schmer⸗ zen der Liebe empfunden, wenn ihr vielleicht auch noch ſelber nicht recht klar geworden, was in ihrem Herzen vorging.
Da, an einem herrlichen Spätſommerabend, verließ Sacco zum erſten Male das Krankenzimmer und ſchlug den Weg nach der Promenade vor dem neuen Thor ein. Er entſchuldigte dieſen Gang vor ſich ſelber damit, daß er dem Lieutenant Baron von Herzer einen kurzen Beſuch abſtatten müſſe, da dieſer ſich während ſeiner Krankheit ſehr verdient um ihn gemacht habe, in Wirk⸗ lichkeit aber zog es ihn allgewaltig in die Nähe des Lieweſſchen Hauſes, weil er hoffte, unterwegs vielleicht Anna zu treffen.
Der geheime Wunſch ſeines Herzens ſollte diesmal Erfüllung finden. Indem er langſam und geſenkten Hauptes nach der Weiſe der Reconvalescenten durch
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