der von ihm ſo ſehr geliebten alternden Leute, und wenn ſie nun den Reſt ihrer Tage im höchſten Kummer um ſeinen Verluſt vertrauern mußten, trug er dann nicht die Schuld daran? Hatte er nicht ſein Leben leicht⸗ ſinnig geopfert? Solche Bilder ſtellten ſich ihm vor die Seele.
Bald ſchafften ihm die unausgeſetzten Bemühungen der Aerzte Linderung in ſeinem Leiden, er lernte wieder hoffen, daß er dem Leben und ſeinen Lieben erhalten bleiben werde; damit tauchte auch aufs neue der Wunſch in ſeinem Herzen auf, die Geliebte überzeugen zu kön⸗ nen, daß er ihrer werth ſei, und daß ſie ſich gänzlich geirrt, wenn ſie angenommen habe, er wäre im Stande, ihren Ruf leichtſinnig zu untergraben. In den langen Stunden der Nacht, die er ſchlaflos auf ſeinem Schmer⸗ zenslager verbrachte, ſtellte ſich die letzte Unterredung mit ihr nur zu oft vor ſeinen Geiſt. Ruhig überlegte er nun jedes ihrer Worte, die Herzlichkeit, mit welcher ſie ihm die Verſicherung gab, daß ſie ihm um Alles in der Welt kein Leid bereiten möchte, und dabei kam er endlich zu der Anſicht, daß er allein es geweſen ſei, der durch ſein ungeſtümes Weſen den Bruch zwiſchen ihnen ſo ſchnell herbeigeführt habe. Anna erſchien ihm auch jetzt als ein leibhafter Engel, ja die Weiſe⸗ in welcher ſie ihm erklärt, daß ſie ſeine Huldigungen
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