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Faſſung, leiſe erwiderte ſie ſeinen freundlichen Gruß, ohne indeſſen ihren ſchwebenden Schritt zu hemmen.
„Darf ich Sie anflehen, mein Fräulein, mir wenige Sekunden zu ſchenken? O bitte, nur ſo viele, daß ich ein paar Worte zu Ihnen ſprechen kann. Weiſen Sie mich nicht zurück, es würde mich tödten, wenn all mein Hoffen mit einem Mal vernichtet wäre“, brachte jetzt Sacco mit vieler Anſtrengung hervor.
Anna erbebte. Wohl hatte ſie es bisher gern ge⸗ ſehen, wenn der junge Graf ſeine Spaziergänge ſo ein⸗ gerichtet, daß er ihr begegnen mußte; aber nie war ſie zu der Annahme gekommen, er könne ſtehen bleiben und mit ihr ſprechen wollen. Und jetzt? Was ſollten ſeine Worte bedeuten? Sie ließen darauf ſchließen, daß er ihr Geſtändniſſe machen wollte, die inhaltſchwer für ihren fernern Herzensfrieden ſein mußten. Deshalb erzitterte ihr Körper vor Bangen und einem Gefühl, das mit der Furcht jedenfalls ſehr verwandt war. All die Mahnungen der Mutter fielen ihr plötzlich wieder ein, die Kindespflicht erinnerte ſie an den den Aeltern ſchuldigen Gehorſam und es erſchien ihr auch gefähr⸗ lich für ihr Heil und ihren Ruf, wenn ſie ſeine Bitten erhörte.
Was hatte ſie von der Mutter zu erwarten, wenn dieſe erfuhr, daß ſie mit dem Grafen auf öffentlicher


