er bedeckte, der Sommermantel war nicht im Stande, ihre herrlichen Körperformen zu verhüllen, und das blendendweiße Kleid harmonirte vortrefflich mit der ſchlanken, biegſamen Geſtalt und verlieh ihr noch mehr den Charakter des Edlen, Erhabenen.
Sacco war entzückt von ihrem Anblick, er hätte vor ihr auf die Kniee ſtürzen und ſie wie einen Engel anbeten mögen, und doch fehlte ihm auch wieder der Muth, irgend ein Wort an ſie zu richten. Seine Ver⸗ ehrung für ſie war ſo völlig rein von aller Anmaßung, daß er ſie als ein Weſen betrachtete, welches hoch über ihm ſtehe.
Nun war ſie nur noch wenige Schritte von ihm entfernt, ein freundlich gewinnendes Lächeln ſpielte um ihre Lippen, ganz ſo wie an dem Tage, als er ſie zum erſten Mal erblickt hatte. Jedenfalls freute ſie ſich über ſein tägliches Begegnen.
„Jetzt oder nie!“ dachte Sacco. Sein Vertrauen war plötzlich gewachſen, unmöglich konnte dieſer Engel ihm zürnen, wenn er es wagte, ihr ſeine heiße Liebe zu geſtehen.
Sich tief verneigend, blieb er ſtehen und ſah ſie mit ſeinen treuen Augen herzlich bittend an; er war ſo erregt, daß ihm die Stimme verſagte.
Anna erröthete heftig. Auch ſie gerieth außer


