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Niſanthrop zu werden, der allen Verkehr mit den Neben⸗ menſchen fliehe, da er nun auch ſchon beginne, die Zeit abzukürzen, welche ihn ſonſt regelmäßig für einige Stunden in ihrer Mitte feſthielt; dann brach ein anderes Geſpräch ſich Bahn und der Unteroffizier war für jetzt vergeſſen.
Inzwiſchen langte Sacco vor dem Thore an, wel⸗ ches zu der Neuſtadt führte, und begann am Fluſſe langſam auf und ab zu promeniren.
Vom nahen Thurme herab verkündete die Glocke die zweite Stunde des Nachmittags.
„Jetzt muß ſie kommen!“ dachte der Graf bei ſich. Sein Herz pochte lauter gegen die Bruſt in der Er⸗ wartung, daß der Augenblick nahe, der über ſein ganzes ferneres Erdenglück entſcheiden werde, und doch wußte er noch nicht, in welcher Weiſe er eine Unterhaltung anknüpfen ſolle, immer noch quälte ihn die Ueberzeu⸗
gung, daß es unpaſſend ſei, die junge Dame auf der
Straße anzureden.
Seinen Skrupeln wurde plötzlich ein Ende gemacht: am Ende der Allee erſchien Anna und kam langſam näher. Sie befand ſich in höchſt einfacher, aber ge⸗ ſchmackvoller Toilette; der kleine Hut ſaß ſo keck auf den vollen, dunklen Locken, als werde ſeine zierliche Form noch gehoben durch das ſchöne Köpfchen, welches


