Teil eines Werkes 
1. Band (1870)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

16

Cavaliere und plauderten mit dieſen in der heiterſten Weiſe, bis ſie durch eine Verbeugung des Tanzordners eingeladen wurden, ihre Füße nach den lockenden Tönen der Inſtrumente in Bewegung zu ſetzen.

Jetzt trat Sacco, der Anna keinen Moment aus den Augen gelaſſen, zu ihr heran, verbeugte ſich ehrerbietig und bat halblaut, ihn durch die Gewährung eines Tanzes zu beglücken.

Anna erhob ſich und erwiderte artig, indem ihr Geſicht vom lieblichſten Carmin übergoſſen wurde: Verzeihen Sie, Herr Graf, wenn ich Ihr mich ehren⸗ des Engagement abzulehnen gezwungen bin. Meine Mutter, die all mein Thun beſtimmt, hat mich nur unter der ausdrücklichen Bedingung hierher gehen laſſen, daß ich nicht tanze, und ich bin gewohnt, ihren Willen in allen Fällen zu ehren.

Das iſt grauſam von Ihrer Frau Mutter; doch ich wage unter ſolchen Umſtänden nicht, Sie mit wei⸗ tern Bitten zu beläſtigen ſagte Sacco enttäuſcht.

Und doch hat meine Mutter wohl Recht; das Tan⸗ zen in dieſer Hitze iſt unmöglich zuträglich für den Körper.

So will auch ich, Ihrer Anſicht beitretend, ruhig zuſehen, obwohl ich ſonſt viel tanzte.

Aber, Herr Graf, das iſt unrecht von Ihnen!