Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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man wollte, und bat, nur ein Ende zu machen, wo keine Gnade zu hoſfen ſei. Das Urtheil war geſprochen, der Stab gebrochen; da rief eine Stimme von auſſen den Namen Malorne! Die Offiziere ſahen auf, ob vielleicht Pardon durch Serraval ausgewirkt komme, der Adjutant ſprang hinaus, kehrte nach einigen Minuten verſtoͤrt wie⸗ der und hinter ihm ſtuͤrzte herein Erwins Bruder, Bernhard.

Dieſer Jammer wurde den erſten Richtern faſt zu arg. Wie die Bruͤder halb ſinnlos ſich um⸗ armt hielten! Es gab Thraͤnen in ſtarren Augen, 6 die nie geweint hatten. Fort! ſchluchzte Erwin endlich. Da, ſagte Bernhard mit erſtickter Stimme, ein Brief vom Vater. H Gott! Mein Vater! er riß das Blatt auf, las durch die Thraͤnen. Mußte die Beſtaͤtigung von Va⸗ leriens Tod in dieſem graͤßlichen Augenblick kom⸗ men? und von einem Tod, welcher mit ihr zugleich das unſchuldigſte Geſchoͤpf umbrachte! Ja, ja! rief Erwin, beide Haͤnde vor der Stirn, das iſt die Hand der goͤttlichen Gerechtigkeit! An ihr hab' ich's verdient! Mit ihr hab' ich die Sonne meines Lebens ausgeloͤſcht! Macht nun ein Ende!