Was? fragte Serraval, als ob er nicht recht gehoͤrt haͤtte.
Erwin konnte ſich nicht laͤnger bezwingen: Es iſt grauſam von Ihnen, Herr Graf, daß Sie mich an einem Tage zuruͤck commandiren, wo es endlich gegen den Feind gehen wird; Sie wiſſen, wie ich danach duͤrſte. Aber daß Sie mich gar zu meinem Onkel ſchicken wollen!— Er hat mich behandelt, wie man keinen Menſchen, viel weniger einen Ver⸗ wandten behandeln ſoll, der weiter keine Schuld hat, als ungluͤcklich zu ſeyn.—
Darauf kann der Dienſt keine Ruͤckſicht nehmen. Sie reiten zu ihm— keine Einwendung mehr.
Ich reite nicht, und ſollt' es mir das Leben koſten!
Hoͤren Sie, ſagte Serraval mit ſteigendem Ernſt, was Sie da bis jetzt geſprochen, habe ich dem Herrn von Malorne zu Gute gehalten. Nun aber iſts genug. Welcher Soldat darf ſich unter⸗ ſtehn, nach der urſache einer Ordre zu fragen? Nehmen Sie ſich in Acht vor ſolchen unklugen Ein⸗ faͤllen. Eben um Ihnen die Idee von Gehorſam einzupraͤgen, was ſehr noth iſt, befehl ich Ihnen. zu reiten.
Herr Graf!—


