Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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und ſo liebenswuͤrdig, heute verſenkt in Wiſſenſchaft und Abſtractiun, und morgen als der tuͤchtigſte Handhaber des alltaͤglichen Lebens zeigte. Wie er nun dort auf dem Huͤgel ſtand, ruhig und doch mit der gebieteriſchen Haltung, welche ihm angeboren ſchien! So hatte Erwin ihn bundertmal geſehen. Jetzt betrachtete er ihn nicht ohne Neid. Der kommt ganz anders durch die Welt, ſagte er fuͤr ſich; einſt

waren wir nah und wenigſtens in aͤuſſern Verhaͤlt⸗

niſſen ziemlich gleich; jetzt, wie weit auseinander! Aber doch fuͤhlte er das heftigſte Verlangen, ſich ihm wieder anzuſchlieſſen, ihn wenigſtens zu ſpre⸗ chen. Fuͤr jetzt ſollte das nicht ſeyn. Die Pferde des Chefs und der Adjudanten wurden herausgefuͤhrt; man rief; die Huſaren trabten mit den ihrigen nach dem Garten; alles ſaß augenblicklich auf, und ver⸗ ſchwand an der andern Seite des Huͤgels hinunter.

Erwin ſah mit vergeblicher Sehnſucht hinter⸗ drein. Gleich nach der Abloͤſung erfuhr er von ei⸗ nem Offizier, daß wirklich Serraval es geweſen ſey, daß er des Freikorps erſte leichte Schwadron uͤbernehme, welche heute nur eine Stunde weit von hier Halt mache. Indem ruͤckten die Plaͤnkler von ihrer Recognoscirung wieder ein; die Muße des