Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

trieb ihn, die Gewißheit davon, wie marternd ſie auch war, beſtaͤtigt zu ſehen. Nun blieb die Antwort aus; und ſein Bangen und Verlangen ließ ihm kei⸗ nen ruhigen Augenblick. Manchmal erſchütterten ihn verwirrte Traͤume. Valeriens und Renatens

liebliche Geſtalten, nun Hand in Hand neben einan⸗

der, dann wieder in eine zuſammen fließend, ſchweb⸗

ten uͤber ſeinem Haupte weg ins dunkle Geſilde; aus

Feindeshaufen kam jener Reiter, den er von ſeinem Kerker aus manchmal geſehen, auf ihn zugeſprengt, und ſchleuderte ihm ſeinen Helm zu; im Fliegen

ward der Helm ein Todtenkopf, er blieb auf der

Erde vor ihm liegen, ſah ihn mit Wohfs bekannten

Zuͤgen aus ſchwarzen Augenhoͤhlen graͤßlich an, und

fluͤſterte heimlich: Und wenn die Glocke verlieret den Ton, So haben deine Freunde vergeſſen dich ſchon! AM.

Daß man naͤchſtens zu einer ernſthaften Entſchei⸗ dung auf den Feind treffen werde, zeigte ſich mit je⸗ dem Tage deutlicher. Die Coſacken brachten ſchon haͤufiger einzelne Gefangene ein, von Hauptquartier zu Hauptquartier war lebhafte Bewegung; die gro⸗