Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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ken: Wie lange ſoll es noch waͤhren, daß ein Deutſcher auf deutſchem Boden fluͤchtig ſein muß vor den fremden Schergen und Henkern!

23.

Nach mancherlei Hinderniß und Gefahr kam er endlich auf einem großen Umwege zu ſeinem Onkel zuruͤck. Er hatte den wichtigen Auftrag ſo voͤllig verfehlt, daß ihm mit Recht vor dem Wiederſehen graute. Aber der Empfang uͤberſtieg ſeine bangſte Erwartung.

Die franzoͤſiſchen Truppen, welche einzeln in der Gegend umhergelegen, zogen ab; der Oberſt durfte ſich wieder blicken laſſen, und war eben im Begriff, da⸗ hin zu gehen, wo die erſten Flammengeichen deutſcher Freiheitskaͤmpfe aufblitzten. Da trat Erwin vor ihn mit dem kuͤnſtlich geſtellten Bericht von ſeiner verungluͤckten Expeditivn. Dem Oberſten ſtieg das Blut bis in die Augen; er zerknirſchte ein hartes Wort zwiſchen den Zaͤhnen, ging ans Fenſter, trommelte den Grenadiermarſch in einem Tempo, die Scheiben hinauszuſprengen! dann drehte er ſich wieder um, trat hart vor Erwin hin, ſein Auge gluͤhte: Ich bätt' es denken koͤnnen, daß mit dir