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Wer Sie ſo reden hoͤrt, ſagte Erwin, der ſollte glauben, Sie wuͤßten eine Frau nur dann ſchaͤtzbar zu finden, wenn ſie eine gute Haushaͤlte⸗ rin oder eine reiche Erbin waͤre.
Vergeſſen Sie nicht, erwiderte Serraval, daß ich eigentlich nur von einer Claſſe Maͤnner ſpreche, denen der Staat das Heirathen verbieten ſollte. Die Frauen wuͤrden beſſer ſein, wenn die Maͤnner etwas taugten. Aber wie ſelten findet man jetzt einen Mann, der die Liebe einer Frau zu ſchaͤtzen wuͤßte? Die meiſten ſind Sclaven der unterſten Sinnlichkeit, und kommen auch durch ſie zum Eheſtand, welcher ihnen nachher ein Joch ſcheint. Sie ſehen einen reizenden Buſen, einen ſchlanken Wuchs, einen zierlichen Fuß; ihre Phan⸗ taſie entzuͤndet ſich, und ſtrebt zum Ziele. Eine ſchoͤne Stimme, Baͤlle, Landparthieen, Gelegenhei⸗ ten aller Art thun das Weitere; Papa und Mama reden noch eben zu rechter Zeit ein ernſthaftes Wort drein: die Hochzeit wird mit Pomp gefeiert; acht Tage lang iſt das junge Paar entzuͤckt, und nach einem Monat verflucht der Herr Gemahl den Augenblick wo er ſich fangen und in ein Verhaͤlt⸗ niß ſchmieden laſſen, dem er ſeine Freiheit und


