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Geduld! ſagte ſie leiſe in ſich hinein, und fuhr dann mit erzwungener Gelaſſenheit fort: In deinen Ausſichten auf die Zukunft hat ſich ja doch eigentlich nichts geaͤndert. Wie geht es nur zu, daß alles jetzt ſo ſtill davon iſt?
Wie ſo etwas zugeht? murmelte er; man hofft, man harrt und iſt am Ende genarrt.
Um Gotteswillen! Iſt etwas geſchehen?
Nichts! Und das iſt es eben. Aber ich bitte dich noch einmal, hoͤr aufz du wenigſtens ſollteſt mich mit ſolchen unangenehmen Dingen verſchonen.
Ich wenigſtens? wiederholte ſie gereizt und ſchnell erroͤthend— Iſt es dir ſo unangenehm, daß ich um deine Zukunft beſorgt bin?— Und um meine? ſetzte ſie kaum hoͤrbar hinzu.
Das Wort fiel wie ein Brand in ſein Herz und ſchmolz den hohen Ton zu welchem er ſich hinaufge⸗ ſchraubt hatte.— Kannſt du verzeihen, Valerie?—
Er fuͤhlte ihre Thraͤnen an ſeiner Wange, ihre Bruſt flog wie eine Welle im Sturm. Er ſuchte ſie zu beruhigen, redete von Verſprechungen, von Hoff⸗ nungen, die ihm ſelber faſt ſchon wie fallende Ster⸗ ne vorkamen; und ſchied endlich, zwar erweicht und verſohnt, aber unmuthig.— Das erſte ernſthafte


