Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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gedenken war kein ſolcher Jaͤgermeiſter geſehen wor⸗ denz fuͤhrte er doch ſogar zu Jedermanns beliebiger Anſicht ſtets eine Liſte bei ſich, worauf alles was der Fuͤrſt an Reihern, Enten, Becaſſinen eigenhaͤndig erlegt hatte, in langen Rubriken zu leſen ſtand; und waͤre jemand dreiſt genug geweſen, hinter den außer⸗ ordentlichen Todtenliſten der Waſſerbewohner etwas Jaͤgerlatein und Augendienerei zu vermuthen; ſo ward ein ſolcher Zweifel durch die amtliche Unter⸗ ſchrift des beeidigten Oberjaͤgers unwiderſtehlich nie⸗ dergedonnert. Der Fuͤrſt laͤchelte ſo hin, als er bei⸗ laͤufig von dieſer Attention hoͤrte; aber unmittelbar darauf aͤußerte er, ihm ſei der rechte Dienſteiter in jedem Fach die angenehmſte Erſcheinung, um ſo mehr, da ſie taͤglich ſeltener vorkomme; und ſeinem Blick gehe dergleichen nie verloren.

Es iſt eine recht uͤble Stimmung erforderlich, wenn ſich das Talent entwickeln ſoll, an alle Gegen⸗ ſtaͤnde bittere Gedanken anzuknuͤpfen. Erwin war darin ſchon ziemlich vorgeruͤckt. Daß Valerie ſich, wo ſie nur konnte, der Geſellſchaft entzog, verdroß ihn, und er ſagte es ihr, aber mit einem Ton, wel⸗ cher dem Vorwurf eines Vergehens glich. Sie ſah ihn betroffen an; er fuͤhlte, daß er Unrecht hatte,