Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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8 zeug. Aber ſolche Unterthaͤnigkeit mag den Vetter kleiden, der den Redlichen ſpielt, und von ſeinen Hunden Appell und Apportiren lernt. Wer hoch genug denkt, um ſelbſtaͤndig zu ſeyn, der braucht keinen Hofmarſchall zum Beſchutzer.

Nach dieſer muthigen Rede bedachte er ſeine La⸗ ge genauer, und fand ſie doch im Grunde nicht ganz hoffnungslos; denn der Geheimerath hatte ihm bei der letzten Unterredung ſehr piquirt uͤber den zu⸗ nehmenden Einfluß des Hofmarſchalls geſchienen. Wenn das benutzt wurde, ſo konnte er ſich ja dem Alten zum Lrotz und gegenuͤber mit einem Triumph erheben, deſſen Glanzbild ihm ſchon jetzt das Herz erfreute. Allein vorher gab es noch allerhand zu uͤberwinden, was keinesweges ſo liebliche Farben trug. Bei Hof und in der Stadt lebte man ſeit der Ruckkunft des Furſten nur von einer Abendge⸗ ſellſchaft in die andre. Adamine war die Koͤni⸗ gin aller Feſte; in ihrem kuͤnftigen Gemahl verehrte man ſchon den gewandten Diplomatiker, auf deſſen ausnehmende Gaben ſogar von hochſter Hand ſehr zufrieden hingedeutet wurde; und Wolf erfullte offenbar den Willen ſeines Herrn, indem er ſich als deſſen erklaͤrter Guͤnſtling betrug. Seit Menſchen⸗