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und ſah Niemanden. Von Valerien erhielt er Briefe voll Zaͤrtlichkeit und Trauer. Sie furchtete, Adamine ſei ihren Zuſammenkuͤnften, namentlich der letzten, auf die Spur gerathen. Was ſie noch Schlimmeres fuͤrchtete, das wagte ſie zwar nicht auszuſprechen; aber ſie verrieth ſich in ihrer Bemuͤ⸗ hung, es zu unterdruͤcken; und darum, daß man eine Sache verſchweigen will, bleibt ſie nicht verborgen. Das iſt aufs hoͤchſte und kaum ein Vorrecht der Gedanken. Erwin erſchrak, aber er machte ſich es zur ſtrengen Pflicht, gegen das Poſ⸗ ſenſpiel truͤber Ahndungen ſtark zu bleiben. Indeſ⸗ ſen zitterte er doch vor ſeinen eigenen Vorſtellungen. Der Fuͤrſt kehrte endlich vom Lande zuruͤck, und den Tag darauf auch der Hofmarſchall mit ſeiner Familie. Erwin, deſſen Verſuche auf der Villa erſcheinen zu duͤrfen, von der ſchnoͤdeſten Strenge zuruͤckgewieſen waren, ſtuͤrzte nun unaufhaltſam in des Großonkels Haus. Die Lebhaftigkeit womit er Valeriens Hand an ſeine Lippen riß, und welche hinterdrein ihm ſelbſt auffiel, noͤthigte ihn, ſich eben ſo raſch gegen Adaminen zu bezeigen. Sie reichte ihm die ſchone Linke, woran ſchon manche bedeutende Ringe funkelten, mit einem ſtechenden Blick. Spare dir


