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der Anmuth ihrer geiſtreichen Liebenswuͤrdigkeit kein anderes Erbtheil beſaß.
Adaminen, inſofern ſie es erlaubte, zu vereh⸗ ren; hieß das Geſetz des herrſchenden Tons anerken⸗ nen. Bei Valerien fragte Niemand nach Geſetz und Pflicht. Ihr ſeelenvoller Blick, ihr unbefangenes Wohlwollen verbreitete uͤber Alles die gluͤckliche Wir⸗ kung der Fruͤhlingsſonne, in der ſich jeder wohl befindet, ohne dabei einen Willen haben zu koͤnnen.
Erwins Stimmung war die eines kecken Seg⸗ lers, der die Fortuna am Bord zu haben glaubt, und ſich vertrauensvoll dem guͤnſtigen Lufthauch ͤberlaͤßt. Hier aber gerieth er an zwei Stroͤmun⸗ gen; jede zog ihn mit gleicher Macht nach entge⸗ gengeſetzter Richtung. Daß eine von den beiden Schoͤnen als Gluͤcksgottin auf ſeiner Lebensbahn voranleuchten wuͤrde, ſchien ihm ausgemacht. Welche aber? darauf war er ſelbſt neugierig. Sein Herz hatte noch keine entſcheidende Stimme uͤber dieſe ungewißheit, in. welcher er gleich wohl ahndete, es ſei nicht weniger als die Anſtrengung aller Kräfte und die Ueberzeugung von Valeriens Neigung von noͤthen, um gegen Adaminens dämoniſch zu nen⸗ nende Uebermacht mit Sieg zu beſtehen.


