Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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der ſtillen und doch ſo belebten Weite des gruͤnen

Forſtes glaubte Bernhard recht die eigentliche 3 Heimath ſeines Herzens zu finden. Aus Buſch und

Zweigen hoffte er die Antwort auf manchen Zwei⸗ fel inniger Empfindung zu vernehmen, und ſo heim⸗ lich lebend fuͤhlte er ſich als Menſch gluͤcklich, wuaͤh⸗ rend er als Forſtmann nutzlich ward.

Es giebt vielleicht mehr unaͤhnliche Bruͤder, als ähnliche; aber zwei widerſprechendere Naturen, als Bernhard und Erwin, finden ſich wohl ſelten in einem ſo nahen Verhaͤltniß. Erreichte Jener eine vollkommene Befriedigung kaum in dem tiefſten Walde, ſo hatte Dieſer am lauteſten Weltgewuͤhl nur auszuſetzen, daß es noch nicht laut genug waͤre Einen ſchneidenden Contraſt mit des Aelteren ſinni⸗ ger Thaͤtigkeit machte das regelloſe Irrlichtweſen des Juͤngern, der ſeinem Bruder einen unausſtehlichen Geiz auf Geld und Zeit vorwarf. Dagegen war niemand ſo ſchnell wie er, beiderlei Schätze los zu werden.

Es begegnen uns im Leben ſo oft Menſchen, denen

das Gluͤckunermuͤdlich ſeine Gaben nachtraͤgt, waͤhrend

ſie ihrer Seits unermuͤdlich ſind, dieſe Geſchenke mit Fuͤßen zu treten. Giebt ſich nun dieſe wunderliche