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geſchlagen, daß er wund wurde. Ob ſolcher Heimfuche riß er aus, und wurde er auf immerdar aus dem Burgfrieden gewieſen.“—„Mag ſeyn,“ entgegnete der Andere gleich⸗ gültig,„aber er kommt, und käme er, wie es den Gebann⸗ ten freiſteht, im Gefolge des Kaiſers.“—„Des Kaifers?“ lachte der Bader hämiſch,„ſo wißt Ihr nicht, daß wir dem Kaiſer abſchlugen, ihn zu beherbergen? wir Reutlinger ſind ein freies Volk, und haben dem Friedrich geantwortet, da er uns von Hall ſeine Botſchaft ſandte, wir ſeyen nicht ein⸗ gerichtet, Seiner Majeſtät gebührend aufzuwarten. Dabei bleibt's, und er mag zuſehen, wer ihn füttert und be⸗ hauſet.“
Da verzog der Gaſt das Geſicht, als ob er eine bittere Arznei genommen, und murrte:„Es wäre verdammt, wenn ich auf dieſe Art um die Abrechnung mit dem Heerdegen käme.“ Zutraulich erwiederte ihm der Bader:„Grämt Euch deßhalb nicht; ich werde Euch ſchon eine Unterkunft berei⸗ ten. Da kommt ein Mann, der juſt wie für Euch geſchaf⸗ fen iſt. Ich laufe ihm entgegen und denke, mein Wort werde eine gute Statt finden.“
Der Gaſt bemerkte durch das Fenſter einen bis an die Naſe in den Reitermantel verhüllten Ankömmling, dem der Bader entgegen ſprang. Nachdem ſie vor dem Hauſe einige Worte geheimnißvoll gewechſelt, trat der Mantelträger ha⸗ ſtig in die Kammer, während der Bader als Schildwächter draußen blieb, und redete den ſogenannten Landsknecht mit gedämpfter Stimme an:„Du ſuchſt einen Dienſt? wenn Du entſchloſſen biſt, kann er Dir werden. Woher des Lan⸗ des? wie Dein Name?“— Indem jedoch der Reiter ſeine Fragen ſtellte, muſterte er mit ſteigender Verwunderung die Züge des Anderen, hielt mitten in der Rede inne, ſchlug die Hände heftig zuſammen und rief beſtürzt:„Um der hei⸗ ligen Jungfrau willen, Landſäß, wie ſiehſt Du aus?“—


