Teil eines Werkes 
41. Band, Die Nonne von Gnadenzell : Sittengemälde des fünfzehnten Jahrhunderts : 3. Band (1840)
Entstehung
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Blunder! fuhr der Wildherr empor:heißt das meinen Willen in Treuen vollziehen? hat man den alten Mann mißhandelt, daß er davon floh? Ich ſage Dir, daß ich dem Walzfrieder an das Leben will, wenn er den Alten nicht zur Stelle wieder beibringt. Ein blinder Mann läuft nicht weit, und Walzfrieder hat die Augen und Beine eines Schergen. Ich liebe den Greis, weil er von ſeinem Sohne verſtoßen wurde, wie ich von meinem Väter; ich bedarf auch ſeiner, um das bittere Tränklein zu würzen, das ich dem Junker Heerdegen mit der Zeit vorzuſetzen gevenke; ich brauche ihn, um den Schatz zu heben, der auf dem Gottesacker zu Offenhauſen ruht.Ei, Wildherr, wenn Du Vertrauen zu Schatzgräbereien und Zauberkünſten haſt, ſo frage beſſer einen klügeren Hexenmeiſter, als den alten Thoren, dem nur das Unglück ſeine Ehrwürdigkeit leiht. Du redeſt, wie Du's verſtehſt, ſchalt Wildherr mit finſteren Blicken,nicht Alles iſt Thorheit an dem alten Manne; er hat mir prophezeit, daß ich die ſchönſte und reinſte Jungfrau in dem Kloſter finden würde, und er log wahrhaftig nicht. Darum Friede mit dem eiteln Zungen⸗ gefecht; hebe Dich hinweg, und zittert alle, wenn binnen heute und dreien Tagen mein blinder Koſtgänger nicht wie⸗ der zur Stelle iſt.Wir wollen rennen, wir wollen jagen, verſetzte Scheibenhart unterthänig.Deinerſeits ſieh zu, daß Du nicht Schaden nimmſt.Schönen Dank, ich bin mein eigener Bürge, und liebe nicht, daß man mich in die Schule nehme. Geh Deines Weges.

Wie er befahl, geſchah es. Einer Kugel zu vergleichen, die aus dem Feuerrohre ſchießt, fuhr Scheibenhart den Berg hinab, die Aufträge des Gebieters zu vollbringen, und eilte unerſchrocken den Söldnern vorüber, ſo am Stadtthor Wache hielten, und miſchte ſich keck in das Marktgewühl auf den Straßen. Karren an Karren, Laſt an Laſt drängten ſich