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am hellſten ſcheint. Dagegen möchte er wohl zu zwingen ſeyn, finge er ſich in unſerer Schlinge, daß er den gegen Dich geſchleuderten Bann und den Preis auf Deinen Kopf widerriefe, uns beſchenkt aus dem Lande ziehen ließe, oder uns etwa in ſeine Dienſte nähme, wie das ſchon oft im deutſchen Reiche geſehen wurde.“—„Du biſt ein guter, zuverſichtlicher Tropf, mein wackerer Knabe. Höre jedoch, daß ich dem Friedingen noch viel weniger traue, als Du dem Würtemberger. Der Ritter würde aus dem Fang für ſich und ſeinen Dienſtherrn, den Erzherzog von Tyrol, Vor⸗ theil und Gewinn ziehen, und den Wildherrn leer ausge⸗ hen laſſen, wie eine Kirchenmaus: ihn etwa ablohnen mit dem goldnen Zaume des Grafenroſſes. Nein; ich bin zwar nur ein ſchlechter Dieb, aber gegen den Eberhard hebe ich meine Fauſt nicht auf. Du magſt das rund heraus unſe⸗ rem vertrauten Meiſter Cun, dem Bader, in die Ohren ſagen, daß er's dem geſtrengen Herrn berichte.“— Schei⸗ benhart brummte eine Verwünſchung in den Bart und ver⸗ ſetzte:„Du biſt ein Kreuzkopf. Ich fürchte aber, daß un⸗ ſere Genoſſen, die nichts mehr zu beißen und zu nagen baben, Deine Weigerung nicht achten, und auf ihre Ge⸗ fahr hin dem Friedingen einen guten Geſellendienſt zuſagen werden.“— Der Wildhere runzelte die Stirne wie ein Leue, und antwortete mit kaltem Grimm:„Meinetwegen; doch ſage ihnen, daß ich einem jeden dieſer guten Geſellen mit meiner harten Streitaxt den Schädel aufhämmern will, wenn ſie es wagen ſollten, in des Friedingers Fehde mei⸗ nen Namen zu brandmarken.“
Scheibenhart wich betreten einige Schritte zurück, und begann wieder mit unterwürfigerem Tone:„Bald vergaß ich Dir zu melden, daß der alte Sperberseck aus der Zu⸗ flucht, wo ihn Walzfrieder auf Dein Geheiß hehlings ätzte, geſtern entwichen iſt, niemand weiß wohin.“—„Potz rother


