Teil eines Werkes 
40. Band, Die Nonne von Gnadenzell : Sittengemälde des fünfzehnten Jahrhunderts : 2. Band (1840)
Entstehung
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auf ſeinen Ferſen neben der Leiche, und betrachtete mi wehmüthiger Freundlichkeit ſeine Fürſprecherin.Was willſt Du hier? fragte Giſela unwillig.Ich bin gekommen wie die Katze, antwortete der Jüngling mit ſanftem Tone: Du ſcheucheſt die Katze nicht von Dir; laſſe auch mich in Deiner Nähe.Du verfolgſt mich.Wie der liebe Gott mit Gebeten verfolgt wird, Mutter Geißlin. Nicht dieſen Namen mehr. Ich habe unter einem andern mich dem Himmel verſprochen.Biſt eine Wiedertäu⸗ ferin geworden? Ich kenne Dich nur als die engelgute Mutter Geißlin; habe nicht gern geſehen, daß Du eine Elſter wurdeſt. Wende Dich nicht von mir; ich habe mein leibliche Mutter nie gekannt. Du ſollſt es ſeyn.Wenn ich könnte, armer Bube aber wie vermöchte ich's? Geſtatte nur, daß ich mir's einbilde.In Gottes⸗ namen; doch muß ein Sohn der Mutter gehorſamen. Geh hin, und lege Dich ſchlafen.

Poppele ſchüttelte den Kopf und verſetzte:Die fromme Schweſter auf der Bahre ſchlummert für uns Alle. Heute gedachte ich eine ſchläfrige Eule zu fangen, deren Nacht⸗ lampe die Sonne iſt, aber die Hexe hat ein Wetter ge⸗ macht, und der Regen durchnäßte mich, ob ich ſchon neben einem brennenden Baume ſtand, mich zu wärmen. Was heißt dieſes? woher kommſt Du?Vom Sternen⸗ berge, aus eines Kautzen Felſenneſt. Habe das Wetter aus⸗ gehalten; ohne mich zu rühren, bin aber zu ſpät heimge⸗ kommen. Sie ſchlagen mich, wenn ich mich ſehen laſſe; darum will ich in der Kirche bleiben. In die Kirche kom⸗ men die geſchornen Weiber nicht.Die böſe Wahrheit vermummt ſich in die Rede eines Thoren, ſeufzte Giſela vor ſich hin, und ſetzte alsdann hinzu:So bleibe; doch iſi's hier kalt, und Du zitterſt vor Kälte und Näſſe. Das bin ich gewohnt, entgegnete Poppele lächelnd:

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