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wickelte ehrbar die Hände in den faltigen Mantel, und ver⸗ ſchwand bald hinter den Bäumen an der Kirchhofmauer. Beate und Placida begegneten im Kloſter der Schweſter Heinrike.„Pater Benno hat uns befohlen, mit Gott aus⸗ zuhalten und nicht von dannen zu weichen,“ ſagten ſie ernſthaft zu der Freundin, und Heinrike antwortete ſchwär⸗ meriſch, die Arme ausbreitend:„Wie Goitt will! ſo blei⸗ ben wir; laſſet uns gehen und beten.“ Sie deutete nach der Kirchenthüre, in deren Schatten ſo eben. vie Giſeia gleiteten, und folgte feierlich dieſen Töchterr Buße und ernſteſten Andacht. Die verbündeten Schweſtern hielten Stunden der Meditation, während der übrige Con⸗ vent dem Müßiggange nachhing, eitelm Geſchwätze ſich er⸗ gab, oder tückiſch in einem Winkel ſich berieth, wie den Feindinnen wieder ein neuer Streich zu verſetzen wäre. Indeſſen wurde die Luft über den Albwälpern heiß, als ſtreiche ſie aus der lybiſchen Wüſte daher. Neblichter Qualm erfüllte Schlucht und Thal, Brodem, wie aus glü⸗ henden Schmelzöfen brütete rings umher, und die Wälder wurden flille, wie die öde Kluft, wie das ſchweigſame Grab. Die Wilothiere ſchlichen nach ven Gipfeln der Berge, ſchnap⸗ pend nach Luft, krochen in movſige Tiefe, mit der bren⸗ nenden Schnauze nach kühlendem Naß ſuchend; die Vögel duckten ſich im Neſt, kein Blatt rührte ſich, nur die Wol⸗ ken bewegten ſich langſam und ſtille herauf, dunkel und hängend, eingefaßt von gelben Rändern, wie ſchwarze Schilder, von mattem Golde beſäumt. Allmählig ſtießen ſie zuſammen im Scheitelpunkte des Waldthals, wölbten ſich zu einer Halle, gleich finſterm Baſalt, wälzten ſich dann abenteuerlich durch einander, wie ſinkende Felsſtücke, ſchlepp⸗ ten ſich in ungeheuern Laſten tiefer und tiefer herab, ver⸗ hüllten die Berge, der Bäume Wipfel, drohten, alles zu begraben unter ihren Schleiern. Da fuhr plötzlich der


