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ſchloß der Herold:„Mein edler Herr von Sperberseck, ein Edelknecht und Burger meiner des Reiches Stadt Hall, Ihr läugnet ſtets die genannten Beſchuldigungen, und wei⸗ gert Euch nicht des Kampfrechts?“ Jach einer Pauſe wies er die Kämpfer vor den Stuhl des Schultheißen, um den Eid zu leiſten, daß ſie keine verzauberten Waffen, noch Teufelsſalbe und Hexenkräutlein an ſich trügen, dem Geg⸗ ner zu ſchaden, und die Heiligen zu beleidigen. Sie ſchwo⸗ ren mit aufgehobenen Händen, ein jeder auf ein ihm dar⸗ gebotenes Heiligthum, den verlangten Eid, und kehrten an
ihre Plätze zurück. Der Herold ſchrie alsdann überlaut
nach den vier Winden:„Ihr Männer, die ihr zuſchaut einem ehrlichen Zweikampf und Gottesurtheil, ſeyd frommen Sinnes, und betet heimlich, daß der guten Sache der Sieg nicht ausbleibe; aber ſchweiget und reget euch nicht, gebet Lein Zeichen, keinen Wink, keinen Laut! ſo einer das thut, wahrlich verfallen iſt er nach des Kaiſers Bann dem Hen⸗ ker, zu büßen mit ſeiner rechten Hand und ſeines linken Fußes Verluſt!“ Dieſes drohende Gebot zu bekräftigen, rüſteten die Salzknechte und Büttel die Schlingen, womit ſie die Schuldigen auf weite Entfernung beim Halſe zu fangen verſtanden, und der Nachrichter, den rothen Mantel über die Schultern, ſchritt mit Beil und Block in den Ring. — Joch einmal erhob der Herold ſeinen Stab, und rief: „So ſtehet denn bereit in Gottes Namen und wartet auf das dritte Zeichen. Wer dem andern obliegt, hat deſſen Leben gewonnen, ſo derſelbe nicht um Gnade ſchreit, und dem Beſiegten wird ein ehrlich Begräbniß; rechtlos aber ſey derjenige, der ſich ergibt, fintemalen bier nicht ge⸗ kämpft wird auf ritterlich Gefängniß oder Löſegeld, wohl aber auf Haut und Haar, auf Tod und Leben, dem Gott genade!“
So gingen denn zuerſt hervor der Landſäß und der


