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Engſtingen die Ohren faſt viel geklungen haben werden, und Renata zupfte mittlerweile die Simplicia am Armel, und fragte leiſe:„Geſchwind, wie ſteht's mit meinem Püpplein zu Meidelſtetten? habt Ihr's geſehen? iſt's fein geſund und wohl?“—„Geſund und ſchmuck, wie eine Grafentochter,“ verſetzte Simplicia mit albernem Lächeln, „wenn nur der Ammenpfenning nicht ausbleibt, wird es ſchon gedeihen, liebe Schweſter. Die Martha ſagt, es ſey ſchon ſo, daß die Kloſterkinder ſtets am beſten aufkommen.“ — Indeſſen hatte ſich die Ruhe wieder hergeſtellt, und auf den Befehl der Priorin erzählte Simplicia weiter:„Nicht lange, und ich kam gen Holzelfingen, wo ich gute Beute machte und viele ſchöne Grüße an den Convent mit auf den Weg bekam.“—„Von der Hailwig?“ fragte die Priorin, und alle Nonnen ſielen ein, ſogar die ſtumme Agnes nicht ausgenommen:„Habt Ihr die arme Hailwig geſehen? Iſt alles ſchon vorüber, und kommt ſie bald zu⸗ rück?“— Simplicia antwortete mit geläufiger Zunge: „Die Heiligen mögen wiſſen, warum es ſo lange dauert, aber noch iſt die Aermſte ihrer Noth nicht ledig, wohl ſchö⸗ ner doch, als zuvor. Ihr blaſſes Antlitz leuchtet nun als wie ein Rothapfel, und das weltliche Kleid mit dem Blend⸗ lein über dem Scheitelhaar ſteht ihr, wie einer Königin ihr Geſchmuck. Auch iſt ſie guter Dinge in ihrer Einſamkeit, und ſeufzt nur, daß ihr Knab ſie gänzlich verlaſſen. Ich hab es immer voraus geſagt, die fromme Hailwig hat nie verſtanden, das Feuer auf dem Herde hell anzublaſen, und welche dieſes nicht kann, kriegt niemals einen beſtändigen Buhlen. Schon hat ſie ein Hexylein befragt, aber nicht Bann noch Spruch helfen vor dem Schickſal.“— Die Lip⸗ pen der Nonnen ſprudelten wieder über in Spott und Theil⸗ nahme; mitten in dem babyloniſchen Gewirre ſchlug Mut⸗ ter Barbara die Zither an, und ſang mit rauher Stimme?


