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Wie ich aber in den Wald kam, ſo wußte ich ſchon, daß mir ein Aergerniß begegnen würde. Die Naſe juckte mich, und das bedeutet Zorn, und dann biß mich das rechte Auge, und das bedeutet Weinen, und endlich fiel mein Meſſerlein zur Erde, und blieb darin mit der Spitze ſtecken: ein Zei⸗ chen von Bedrängniß. Was geſchieht? Mitten im Walde kömmt ein Troß daher in grünen Kleidern, die Mützen auf dem Ohr, und vorwitzig plaudernd und guckend rechts und links. Mir fiel gleich das Herz, da ich das Wappen erkannte, ſo die Jagvleute trugen: das leidige Jägerhorn und Hirſchgeweih des Grafen von Würtemberg. Demüthig ſtellte ich mein Eſelein zur Seite, zog die Kaputze über die Augen, aber wen laſſen denn die Hofſchranzen ungeſchoren? Da mußte ich Reden hören, die mir faſt die Seele ab⸗ ſtießen. He, ſagte der eine, wohin Du Zwerglein mit
dem Eſel?— Oho, ſchnauzte ein anderer, eine freche Predigernonne, eine liederliche Offenhäuſerin, eine Land⸗ fahrerin, die man brennen ſollte.— Ich zählte bis auf
Hundert, und von Hundert wieder zurück auf Eins, daß ich nicht ausbrechen möchte im Zorn. Da unterſtand ſich einer mir die Kappe abzuziehen, und ſagte hämiſch: Ein artig Ungeheuerlein! und was Mehreres, ſo ich nicht wiederholen will.“— Die Nonnen lachten wieder ſchallend, und weide⸗ ten ſich an Simplicia's Eifer; ohne ſich ſtören zu laſſen, fuhr die Sammelſchweſter fort:„Da ſtand vor mir ein Mann, dem die andern viel Reverenz erwieſen, wenn er gleich zu Fuße ging, und ein feiſter Schimmel wurde ihm nachgeführt. Der Herr ſah mich mit trutzigen Augen an,„ und hatte einen Bart wie ein Dieb, und er war der Graf ſelber, und ſagte endlich mit brummiger Stimme: Woher? Von Offenhanſen, ſagte ich. Seit wann fahrt Ihr im Lande wie die Juden? ſagte er. Unſere Armuth iſt Schuld, ſagte ich. Ich werde Euch das Handwerk legen, ſagte wie⸗


