Beſtecke, Pfefferbuchſen, Leder, Wolle und dürre Schnitze, auch zuſammengezettelte Gröſchlein in dem Terminirſäckel; und Mutter Anna hatte alle Hände voll zu thun, die Eſelin im Hofe abzupacken, belaſtet mit Hirſe, Linſen, Mehl, Butter, Speck und Unſchlitt.
Hinter einem vollen Becher ſttzend, empfing Simplicia wie ein ſiegreicher Feldhauptmann die Glückwünſche ihrer Kloſterſchweſtern, und ſchöpfte hinlänglichen Athem, um zu erzählen und wieder zu erzählen, was ihr während der Paar Tage begegnete, da ſie vom Kloſter auswärts gewe⸗ ſen. Die Einfalt des guten Weibes, im Convent gar wohl bekannt, machte, daß man ihren Berichten neugierig ent⸗ gegenſah. Sie begann aber folgendermaßen:„Da ich vorgeſtern mich im Gebet erhob, und den Schlaf aus den Augen rieb, ward ich mit vieler Freude inne, daß ich den Schuh am rechten Fuße zuerſt angezogen hatte, und errieth ich wohl, meine Sammelfahrt würde einſchlagen. Die Eſelin ſchrie zwar erbärmlich, und wackelte mit dem linken Ohre, was ſonſt fürnehmlich Sturm und Wetter bedeutet; doch der Katze darin mehr zu trauen iſt, und Mäuſerling lag ruhig im Winkel, leckte nicht an ſeinem Wadel, ſon⸗ dern kratzte ſich nur dann und wann am Kopfe, und dann ſteht uns ein Beſuch zu.“—„Ja, ja, Mutter Simplicia! wir hatten Beſuch, luſtigen Beſuch!“ riefen die Nonnen theils mit Spott, theils mit ernſthaftem Beifall, und Sim⸗ plicia ſprach weiter:„So mache ich mich denn auf in Jeſu Geleit. Ich habe dreimal genieſet, da ich mit der Eſelin vor das Thor kam, was ein gut Zeichen iſt! aber ein beſſeres war, daß mir der freudige Jägersmann Hug begegnete, und ſein Hund, und gleich darauf ein rothbacki⸗ ges Mägdlein. Ich habe wohl auch Schweine geſehen, doch ging der Trieb links ab über die Alb nach der Kar⸗ thauſe zu, und den weißen Mönchen mögen die Schweine


