Teil eines Werkes 
39. Band, Die Nonne von Gnadenzell : Sittengemälde des fünfzehnten Jahrhunderts : 1. Band (1840)
Entstehung
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oder drei Schritte ſehen konnte, wo man ſtand. Neben der dürftigen Flamme ſaßen auf einem Sandſteinblock zwei Männer, die Hände in den Schooß gelegt, und ſprangen erſt dann von ihrem Sitze auf, als der Dritte, eine gewal⸗ tige Figur mit blanker Mordaxt in der Fauſt, der die Höhle aufgethan hatte, mit tiefklingender Stimme rief:Bringt Ihr einen der Vögel? langſame Schnecken, die man nach der Peſt ſchicken muß, was zögert ihr ſo lange? Kaum hatte er ausgeredet, ſo ſiel ein eisgrauer Kerl mit ge⸗ ſchwungenem Meſſer anf den Gefangenen, wie ein wildes Thier, aber Felvmann war flinker, als der meuchleriſche Märten, und warf den alten Sünder zu Voden. Der mit der Axt bewaffnete Wildherr riß den Hund bei dem Ringe ſeines Halsbands zurück, und gab zu gleicher Zeit dem Märten einen Stoß mit dem Fuße:Ich wollte, daß Dir des Rüden Zähne in der falſchen Kehle ſäßen! ſchalt er: fliehe in den Winkel, bis man den Metzger braucht, oder ich hetze ſelbſt das Thier, daß es Dich zerfleiſche. Schnau⸗ bend und dumpf fluchend gehorchte Märten, und Wildherr nahm die Leuchte und trat damit bedächtig vor den Frem⸗ den, der, die Hand an das Jagdmeſſer gelegt, jedem An⸗ griff unverzagt entgegen ſah, obgleich die Burſche, die ihn fingen, mit ausgeſpreizten Krallen in ſeinem Rücken ſtanden. Die Lampe zitterte in des Räubers Fauſt, da er ſeinem Mann in's Geſicht ſchaute, und er fragte mit dem Ausdruck

tiefer Unzufriedenheit:Was habt Ihr da gemacht, er⸗ bärmliche Geſellen? Statt des Geyers hobt ihr den Adler

aus? Was fiel euch ein? was wolltet ihr mit dieſem Mann? Während der Beredteſte der mitternächtlichen Häſcher ſeinen Spruch anhob, und ſeine Tbat zu vertheidigen ſuchte, ging Wildherr, mit geſenktem Kopfe überlegend, einigemal