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es iſt kein Wahn! Du guter Engel, und Du magſt hören, was mir der Geiſt erzählte, und dieſes nicht für ein Mähr⸗ lein halten.“— Er ſetzte ſich mit zuſammengeſchlagenen Beinen auf den Rand des Herdes, legte den Zeigefinger an die Naſe, wie etwa einer, der ein Räthſel aufgibt, und hob eintönig an, als ob er eine Litanei ſpräche, wie folgt: „Vor Zeiten„ja, es iſt ſchon lange her, und der Heide ſaß noch in Rom.. da war auf dieſem Platze, wo wir jetzo ſtehen, ihr, die Gäſte, ich, der Knecht der geſchore⸗ nen Weiber,„da war auf dieſem Platze, ſage ich, eine große Stadt, und viele Menſchen wohnten darinnen zu⸗ ſammen, und ſie hatten einen König, dem ſie gehorchten, und die Stadt hieß Offenhauſen. Andere wollen, ſie habe weiter in dem Gebirge geſtanden, und Hayingen geheißen; das iſt aber nicht wahr. Offenhauſen, wie das Kloſter jetzt noch, nannte ſich die Stadt, denn die Gnadenzelle iſt lange untergegangen, und eine Teufelsklauſe daraus ge⸗ worden.“
Vor der verwirrten Rede des Jünglings entſetzte ſich Giſela ſehr, und ſpürte ſorglich den ſchwarzen Schatten nach, die ſich an den Wänden rieſig zeigten, ſobald die Mägdegeſtalten, die am Dreher lauſchten, dann und wann ihre Stellung veränderten. Sie vermeinte den Teufel ſelbſt mit ſeiner Rotte in die Gnadenzelle fahren zu ſeben. Auch konnte ſie nicht entweichen, denn der ſchauerliche Erzähler hatte ſich ihrer Hand bemächtigt, hielt dieſelbe krampfhaft feſt, und Giſela fürchtete ſich vor ſeiner Wuth. So per⸗ mochte Poppele ohne Hinderniß fortzufahren:„Auch ein Kaiſer war im deutſchen Lande, der hielt Hof guf dem Ho⸗ henſtaufen, und begehrte nach des Heiden Thron zu Rom, da er ſchläfrig wurde auf dem eigenen Stuhle. Und er entbot die Grafen ſeines Volks, daß ſie ihm beiſtänden auf dem Zuge; aber die Grafen weigerten ſich deſſen, da ſie


