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Mädchen mit niedergeſchlagenen Augen neben der Mutter auf der Bank ſaß:„Wie meint Ihr das, Herr Götz?“
„Herr! da iſt der Freiherr von Harras, der den größ⸗ ten Theil des Jahrs auf Windeck ſitzt, uuſere Geißlin ge⸗ ſehen hat, und leider um meine Herkunft weiß, weil ich ſie einmal, da er mich in einer ſchwachen Stunde ausholte, verrathen habe. Nun hat er mir freilich ſein Wort als Edelmann gegeben, das Geheimniß zu bewahren, aber, ſtatt daß er als Edelmann ehrlich um meine Tochter an⸗ hielte, die ihm gefällt, verfolgte er ſie auf Schritt und Tritt gleich einer gemeinen Dirne, ſo daß die arme Geißlin kaum einen Fuß mehr vor die Thüre zu ſetzen wagt.“
Den Junker überkam heimlicher Groll und Neid, daß er ungevuldig die Fauſt ballte, und die Federn an ſeinem Hute ſchier zerknitterte. Ihm war, als ob der Freiherr in ſeine Jagd eingebrochen wäre, ein frecher Wildſchütz, und er achtete es für unverzeihlich, daß der Harras ein Belie⸗ ben trüge nach einem Kleinod, deſſen er ſelber begehrte mit Leib und Seel.— Indeſſen wurde von außen an das gen⸗ ſter der Hütte geklopft; die Mutter ſchaute hinaus, und ſagte:„Da iſt ja die Frau Irmel, die Wäſcherin. Was will ſie nur von mir? Sie winkt mit dem Finger und macht ein lachendes Geſicht. Ich will hören, was ſie begehrt, bin gleich wieder da.“
Margaretha war nicht lange aus der Stube, als vor der Hütte die gellende Stimme des Baldreitwirths laut wurde, der befehleriſch nach Götzen rief.„Was führt denn nun einmal den hochmüthigen Tropf wieder her?“ brummte der Bachenſtein verdrüßlich:„Tag für Tag ſinnt er auf neue Frohnarbeit, womit er mich hudelt, weil ich das Un⸗
glück habe, ihm ein Paar Florenen zu ſchulden. Na, ich
bin gerade aufgelegt, ihn mit Grobheit zu bedienen, und ihm die Zähne mit einigen Kronen einzuſchlagen. Gedul⸗


