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den Thoren zu umſchlingen und zu erdrücken, den der Au⸗ gen Leuchten in die Fluthen zog. Ein kaltes Herz klopft hinter der ruhigen Bruſt, und die Liebe ruht doch nimmer. Das Weib will Dir gefallen, wenn es mit Kindern ſpielt, und ſie inbrünſtig küßt in Deiner Gegenwart; wenn es dem Ehemann zärtlich ſchmeichelt, ſo Du daneben ſtehſt; wenn es im Gehen plötzlich ſeinen Gang verändert, und an Dei⸗ nem Fenſter vorüber läuft, und dann wieder langſam ſchrei⸗ tet; wenn es unruhig mit dem Fuße den Boden klopft, ſo Du ihm ſteif in's Antlitz ſchauſt, oder die Hände bewegt wie ein Orgelſpieler, oder mit niedergeſchlagenen Augen an den Lippen kaut; wenn es voll Geſchäftigkeit in Deiner Nähe iſt, und ſich anßtellt, als ſähe es Dich kaum, dann ſieht und verſchlingt es Dich gewiß mit tauſend Augen. Und dem Auge folgt der Kopf, und dieſem das Herz, und dem Herzen Eva, ganz wie ſie Gott erſchaffen.“
„Ach Du unnützer Salbader!“ zürnte Heerdegen, und rückte ungeduldig auf ſeinem Stuhle;„Du ſchlägſt die Zeit mit groben Dreſchflegeln todt, und predigſt Dinge, die mir ſchon in meiner Jugend die Spatzen vorgeſungen. So Du nichts Beſſeres weißt, ſchweige lieber. Ich fühle meine Bruſt wie von einem bleiernen Harniſch gedrückt, und möchte heitere Kurzweil hören.“— Da ſtand hinter des Junkers Stuhle ſein getreuer Lutz, und flüſterte ihm in's Ohr:„Ich möcht's Euch gerne jetzt erſparen, aber der Bote will gleich wieder fort, der gekommen iſt, Euch zu melden, daß Euer Maierhof zu Urach in Flammen aufge⸗ gangen iſt.“—„Strahl und Hagel!“ rief der Junker be⸗ ſtürzt, und ſprang vom Tiſche auf. Lutz ſetzte hinzu: „Das liebe Vieh iſt auch mit umgekommen, bis auf ein räudiges Schwein, das beim Hirten im Stalle lag; und was vom Felde ſchon therein gebracht, verbrannte lei⸗ der mit. Die Mühle der Herren von Schwarzach liegt


