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Becher überwunden worden, und wünſchte laut und ohne Hehl, daß ein ſo freigebiger Tafelgaſt ſeinem Hauſe noch recht lange zur Zierde gereichen möchte.
Während ſolches Geſchwätz hinter ſeinem Rücken vor⸗ ging, ſchaute der beſagte Junker leichtſinnig nach allen Seiten, gähnte die Schwalben an, die am Kirchengewölbe hin und her flogen, muſterte dann wieder mit ſcharfen Blicken das Frauenvolk, das in den Seitengängen bunt durch einander ſtand und kniete. Von den Schleiern und goldenen Hauben der vornehmern Weiber gleitete ſein Auge nachläßig ab, und ſuchte mit größerm Wohlgefallen unter
den Blumen niederen Standes nach einem Veilchen für
ſeine Luſt und Freude./»Was man aber in der Ferne ſucht, iſt wohl oft ſchon in der Nähe zu finden. So gewahrte auch der Junker, da die Feierlichkeiten zu Ende, alles Volk ſchon aufgeſtanden und im Begriff war, die Kirche zu ver⸗ laſſen, wie ganz dicht neben ihm ein Mägvlein ſich vom Boden erhob, deſſen Züge und Geſtalt des lüſternen Edel⸗ knechts Herz im Innerſten rührten. Bläſſe, wie die des Marmors, überkleideie zwar das Antlitz der Dirne, aber herrlich funkelnde Augen, braun wie das üppige Haar, und klar wie Sterne, belebten wunderſam das ſchöne ſchwermüthige Geſicht. Von dürftiger Kleidung umhüllt, verriethen die Glieder des ſchönen Kindes ein reizendes Ebenmaaß, geſchmeidig, füllreich und edler, als man ge⸗ meiniglich bei Dirnen ſchlechten Standes zu finden pflegt.— Der Junker beugte ſich vor, um, vom Gedräng begünſtigt, dem Mädchen keck und zudringlich in's Auge zu ſehen, ſeine zarte Hand zu berühren, aber ſchnell gab er den Verſuch auf, als das Mädchen ſein Geſicht gegen ihn erhob, und mit klarer Ruhe ihn betrachtete. Eine gewiſſe Sieghaftig⸗ keit der Unſchuld, ein kräftiges Bewußtſeyn ſprachen aus dem ernſten Blick, der zu fragen ſchien:„Was begehrt
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