die Thüre, brüllte ſein Kriegsgeſchrei herein, und die Trabanten begehrten des Königs mit großem Lärm und Getümmel.
„Ich komme!“ antwortete der athemloſe Jan,„er⸗ greift aber vorerſt dieſe Schurken und richtet ſie zur Stelle, damit
Er verſtummte ſchnell, denn ein ſchreckhaftes Gebrauſe wurde unter dem Fußboden hörbar. Riegel und Schie⸗ nen zerſchmetternd, flog unter gewaltigem Druck die ge⸗ ſuchte Fallthüre in die Höhe. In Wolken des auffliegen⸗ den Staubs und dampfender Fackeln gehüllt, ſtiegen ge⸗ wappnete Rotten mit dem wilden Feldruf„Waldeck! Wal⸗ deck!“ hervor.
Augenblicks warf ſich Alles in helle Flucht vor dem Ueberfall. Helcueper ſchwang die weiße Binde, und um⸗ armte mit krampfhafter Angſt den Werner von Scheif⸗ fort, den Anführer der Befreier.„Da iſt des Biſchofs Sohn!“ jubelte Reimenſchneider, Fjetzt muß der Drache unterliegen.“
„Wo ſind wir26 fragte Werner haſtig.—„Im Pa⸗ laſt!—„Wo der König 26—„Entflohen! dort knäult ſich noch das flüchtige Volk!“—„Die Schatzkammer 2“ fragte der gierige Edelmann.—„Hier, hier ſind die Schätze!“—
Wie ein Geier fuhr Werner auf die Krone zu, zer⸗ trat ſie unter ſeinen Füßen, wie die Sporen, wie das Zepter; ſteckte die Trümmer in ſeinen Panzer und rief ſeinen Leuten:„Wohlan, friſch darauf! gewonnen das Königreich, gewonnen!“
Indem er ſprach, fielen die Pforten des Palaſts vor dem Geſchütz darnieder, das die in die Stadt gedrunge⸗ nen Soldaten unter Stedingks Befehl und Ramers Füh⸗ rung aus dem Dom herbeigeſchleppt hatten, und zumal losbraunten.— Obſchon die Wiedertäufer in hellen Hau⸗ fen und voll verzweifelnden Muths in den Gaſſen mit


