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ſchrie:„Waldeck! Waldeck! laßt die Fahnen fliegen! All gewonnen!“
„Waldeck!“ ſchrie Chriſtoph freudig nach.„Waldeck!“ wiederholte Norberts zitternde Lippe.
„Der Feind! der Feind in der Stadt!“ murmelten die Uebrigen.
„Jan! biſt Du verzanbert?“ kreiſchte Diwara, den König rüttelnd. Bockelſon fuhr auf:„Blendwerk des Teufels! Und wenn zehntauſend Feinde vor unſern Pfor⸗ ten— wir entgehen ihnen. Pfaff! wo iſt die Thüre?“
„Waldeck? das iſt mein Biſchof? Die Hölle unter⸗ liegt endlich 26 ſprach Norbert erſchüttert, ſank auf die Knie und ſchüttelte bei dem neuen Andringen des Königs den Kopf.
„Heide! im Hafen ſoll mein Schifflein ſcheitern 2“ wüthete Bockelſon, und packte den Junker wie ein Rieſe. „Ich tödte Deines Biſchofs Sohn vor Deinen Augen, wenn Du nicht alsbald der Rettung Pforte öffneſt!“
Die Trommeln ſchlugen heftiger, Schuß auf Schuß knallte auf dem Domplatz durch das Toben der Luft und Rauſchen der Bäume.„Zion heraus 1« rief's von ferne, und die Brandglocke ſchlug ein vaarmal an.
„Norbert! ſchweigt, damit die Frevler ihrer Strafe nicht entriunen!“ ſchrie Chriſtoph.
Die Getrenen des Königs, im Palaſt zuſammenlau⸗ fend, pochten an die verſchloſſenen Thüren und heulten durch das Schlüſſelloch:„König, hilf! der Feind iſt da mit ſeinem Zorn!“
„Standhaft, Norbert!“ wiederholte Chriſtoph,„gerne ſterb' ich; ſtirb auch Du für den Biſchof und die Kirche!“
„Natter! Wolfsgezücht!“ ſchäumte Bockelſon, und fuhr mit dem Dolche gegen den Junker aus. Aber Reimen⸗ ſchneiders und Helcuepers vereinte Kraft ſchlenderten ihn von dem Opfer zurück. Norbert wand ſich unter den ſchlagenden Fäuſten der raſenden Diwara. Tylan ſprengte


