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„Schweige, oder Du biſt des Todes!“ drohte ihm Jakob.„Immerhin,“ erwiederte der Junker ſtolz. Nor⸗ bert wackelte mit dem ſchwachen Haupt, verſetzend:„Ich will unter Gottes freiem Himmel ſterben, und nicht in dem ſtinkenden Kerkergrab vermodern. Kann ich dafür, wenn der Teufel ſiegt?“
„Wo, wo die Thüre2“ drangen Jan und Diwara gierig in den alten ſtumpfen Mann.
„In jener Ecke... führt mich...!“ Norbert ſuchte, mit der Sohle plump auftretend, ein Feld im Getäfel des Fußbodens.
„Geduld, noch einen Angenblick! Der vermaledeite Demant hält fo feſt am Kronenbügel!“ ermahnte Reimen⸗ ſchneider, der mit einer Zange an dem goldenen Kopf⸗ ſchmuck arbeitete. Er betete in Gedanken um Auſfſchub, um Verzögerung.
„Die Krone nimm ſammt dem Demaut!“ befahl Bockel⸗ ſon, neben dem, dicht angeſchloſſen, Helcueper, gebogen unter einer ſchweren Laſt von Gold und Kleinodien, wandelte.
„Da wird es ſeyn,“ rief Norbert und trat auf einen Fleck, der hohl klang.
„O der Schande!“ ſeufzte Chriſtoph, den Jakob zwang, einen Theil der Beute auf den Ruͤcken zu nehmen.
„Da? da? leuchtet, leuchtet! wo, wo?“ fragten König und Königin mit Ungeſtüm.
„Halt! horch! was geht vor?“ antworteten ihnen die Helfer und eine kurze Stille des Lauſchens unterbrach das eifrige Treiben. Auch Norbert lauſchte.
„Trommeln? was ſoll der Trommelſchlag zu dieſer Stunde?“ Bockelſon wurde zum Schneebild, da er dieſes fragte.— Todesangſt bemächtigte ſich der Einen, in den Andern blühte Hoffnung auf.
Die Trommeln wirbelten freudig in der Nähe des Palaſtes, und eine Menge von kriegeriſchen Stimmen


