Teil eines Werkes 
53. Band, Der König von Zion : romantisches Gemälde aus dem sechszehten Jahrhundert : 3. Band (1840)
Entstehung
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ſter. Während derſelbe genöthigt wurde, am Tiſche Platz zu nehmen, winkte Reimenſchneider dem Hofnarrn ängſt⸗ lich mit den Augen.

Mein Vater, Du haſt endlich der Vernunft, Deiner Wohlfahrt und den Ermahnungen unſerer Königin nach⸗ gegeben 2 fragte Bockelſon honigſüß, nachdem er alle Ausgänge wohl verwahrt hatte.

Der eisgrane Norbert, der ſeine Sinne kaum mehr beiſammen hatte, ſo war er von Alter, Krankheit und Kerkerluft geſchwächt worden, betrachtete den König mit verglasten Angen, und nickte geringſchätzig mit dem Kopfe. Diwara verſetzte dann:Er hat endlich geſtanden. Aus dieſem Gemache ſelbſt geht eine Thüre in den Gang des Geheimniſſes. Eile, Jan belade unſere Freunde. Mir ſagt eine peinigende Ahnung, daß wir keine Zeit zu ver⸗ lieren haben.

Der König trat mit heldenmäßigem Anſtand in die Mitte der neugierig zuhorchenden Männer, und forderte ſie auf, ſeiner Flucht als getrene Freunde und Träger zu folgen, und die leicht wegzubringenden Reichthümer der Schatzkammer dereinſt zu theilen. Er ſchilderte ihnen die Noth der Stadt, ihr jammervolles nahes Ende durch Brand und Mord, und verhieß ihnen, wie ſeinem Weibe, ein Paradies des Wohllebens im fernen Portugal. End⸗ lich aber ſchloß er wild und drohend:Es bleibt euch nur die Wahl zwiſchen treuem Gehorſam und dem Tode. Jakob, entblöße Dein Schwert, Hazenbrooker, ziehe Deine Waffe blank! Rechnet auf meinen Arm, ihr Freunde, und tödtet auf der Stelle dieſen Narren und dieſen Knecht, ſobald ſie nur zaudern, ſobald ſie nur zoͤgern einen Augen⸗ blick!

Die Aufgerufenen gehorchten, die überraſchten Diener leiſteten ihre Zuſage.Ach, wie werden wir nur Zeit gewinnen? an einer Viertelſtunde hängt heute die Welt! raunte Reimenſchneider dem Helcueper zu, der wie ein