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Bendir, und trinke auch meine Geſundheit, denn mir geht das Herz in roſenrother Freude auf.“
Bendir, wenn ſchon den Mund verziehend, trank. „Auf die Geſundheit des Königs!“ rief er.
„Auf ein langes, ellenlanges Regiment!“ fügte Hel⸗ cueper anſpielend hinzu.
—„Der König bedankt ſich,“ erwiederte Jan;„laßt aber von jetzt an die Krone bei Seite. Ich verabſcheue den goldnen Deckel. Ich weiß ein Blumenfeld in meinem Gedächtniß, und der Garten iſt meine Jugend, die nichts von der Vibel, nichts von Königreichen wußte. Laßt uns auf der blumigen Matte wandeln. Die theure Ju⸗ gend ſey geſegnet!“
„Sie ſey es!“ ſtimmte der ergrauende Hazenbrooker wehmüthig ein.
„Und das Handwerk!“ rief Helcueper:„das Hand⸗ werk, das die geſcheidteſten Leute erzieht. Meiſter Bockel⸗ ſon! es hat immer tapfere Schneider gegeben, ſie ſind immer vorne dran, weun's Lärm ſetzt. Schueider haben im Feld gefochten, Schneider haben die Harfe geſchlagen, haben gepredigt, prophezeiht, haben Reichthümer geſam⸗ melt, und Hab und Gut verſchleudert, Meiſter Bockel⸗ ſon. Du haſt aber dem Handwerk eigentlich die Krone aufgeſetzt. Ich bringe Dir's zu, und ruſe: Es blühe das Handwerk und gedeihe!“
„Meinetwegen,“ verſetzte Jan:„'s war eine ſchöne Zeit, da ich mit Ellenmaß und Scheere am Werktiſch ſtand, und der Geſellen luſtige Geſpräche anhörte, und ihre Lieder heimlich lernte...“
—„Ja, ja, die Lieder von den nenn und ueunzig Schneidern, von der Nähnadel, die von ſelber ging wohl auf und ab, weil ſie verhert war? von der ſchönen Jüdin zu Liſſabon, und das Schelmenreimlein von der Scheer⸗ maus Zick zack zick?“— Helcueper begann, ſich in allem Ernſte an der Erinnerung zu ergötzen.
Der Konig von Zion. IMl. 15


