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„Ich achte ihrer nicht,“ ſpottete Bockelſon:„die Zeit iſt um, hat Peter Bluſt geſagt. Wohl war ſie um für ihn, den thörichten Schelm, und für uns Alle iſt ſie zu
Ende; doch werden wir leben, und eine neue Zeit wird.
ſich für uns aufthun.“
„Rathe, rathe: was iſt das?“ ſang der Hofnarr.— Hazenbrooker wiegte den Kopf, ſprechend:„Leb' ich doch ſchon ſeit Wochen, als wie in einem Fiebertraum! Ein Bettler war ich durch's Land gezogen, als ein Spion in des Biſchofs Hand gefallen, und hatte mein kurzes Te⸗ ſtament gemacht, da ich in Deine Gewalt kam, Jan Bockelſon. Siehe, da haſt Du mich begabt mit Lände⸗ reien und mit Leuten, haſt mich köſtlich gekleidet, und— bin ich gleich Dein Gefangener, ſo möcht' ich's doch im ganzen Leben nie und nirgends beſſer haben!... Jan, Du haſt mir einſt ſehr wehe gethan,— ich hätte nicht gedacht, Dich noch als Wohlthäter verehren zu müſſen; aber Deine Wohlthaten ſind gefährlich. 4
„Altes Kind!“ ſchalt Bockelſon:„wirſt Du Dich vor der Zukunft fürchten? hängt Dir, was hinter uns liegt, wie ein Block am Bein? Du wärſt noch geneigt, ein Thränchen für Miekje Kampens zu weinen? Ei, ſie ruht wohl, und hätte Dich nur unglücklich gemacht, ſo wie ſie es böſe mit mir vorhatte. Aber, alles Schickſal der Menſchen iſt von der Welt Anfang her geſchrieben und beſiegelt.“
„Schneiderglück! das getreueſte unter der Sonne!“ ſpaßte Helcueper, der ſich ausgelaſſen zu geberden aufing: „Welch' ein Handwerk iſt adelich, wie der Schneider Handthierung? Der Herr ſelbſt hat unſern Stamm⸗ eltern im Paradieſe die erſten Kleider zu verfertigen be⸗ fohl en.“
Der König nickte dem Hazenbrooker zu.„Wie ſelt⸗ ſam ſcheint es, daß uns das Geſchick wieder zuſammen⸗ ſtoßen ließ? Feinde, zu Freunden geworden! Lebe hoch,


