Teil eines Werkes 
53. Band, Der König von Zion : romantisches Gemälde aus dem sechszehten Jahrhundert : 3. Band (1840)
Entstehung
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tung ſeines Beichtvaters, ſauk der entlarvten Späherin votends der Muth vor dem ehrwürdigen Prieſter, denn auch Sibing, wie Ramers, ſprach:Bei meiner Seligkeit, dieſe iſt Hilla, eine Tochter Phniken's, des Zimmermanns, eine Jungfrau und die wildeſte Schwärmerin uuter den Ketzern won Münſter. Die Ueberwieſene ſchwieg an⸗ fäualich, und ließ ſich ohne Widerrede die Kleinodien ab⸗ nehmen, die von ihren Eigenthümern anerkaunt wurden, und die Ramers ſich entſaun, unter den zuſammengeraubten Schätzen auf dem Rathhanſe der Stadt bemerkt zu haben.

Unſelige! fragte Waldeck:Was wollteſt Du hier? Welchen Zweck wollteſt Du erreichen? Wozu Deine Vor⸗ ſpiegelungen, Deine Lugen? Welchen Eutwurf barg Deine Seele 2*

Hilla ſchwieg noch immer hartnäckig mit niederge⸗ ſchlagenen Augen.

Geſtehe, buhleriſche Schlange, daß Du an dem Haupte unſers Fürſten frevern wollteſt! rief ihr Mengersheim zu. Der Herr von Merfeld, ſeine Nachläßigkeit zu beſchönigen, antwortete entſchuldigend:Sie iſt ohne Waffen, ich hätte nicht geduldet, daß ſie vor unſerm Herrn erſchiene, wenn nur eine Spur von mörderiſcher Abſicht aufgefunden worden wäre.

Wahr iſt's, bekraͤftigte der Biſchof etwas ver⸗ legen:Sie trat in tiefſter Demuth vor mich hin, und bot mir ein Geſchenk, das mit den wunderbarſten Kräften goſegnet ſeyn ſollte, wie ſie bethenerte.

Er zog die koſtbaren Handſchuhe hervor. Mengers⸗ heim entriß dieſelben ohne zu ſäumen, dem Fürſten, ſchlenderte ſie zu Boden, und rief warnend:Erinuert Euch des Kaiſers Otto, den ein Weib in Wälſchland mit einem Liebespfand, dieſem ähnlich, vergiftet hat!

Der Graf von Waldeck ſtutzte und verſtummte, da plößtich Hilla, ihve Verſtelung bei Seite werfend, trotzig und begeiſtert auhob:Wohlan denn! der Vater will