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beharrte, ſich den Augen der gaffenden Menge zu ent⸗ ziehen, faltete der Biſchof ſeine Stirne gar ernſtlich, und entgegnete ihr ſtrense:„Ich will, ich befehle, daß Du bleibeſt. Mich dünkt: wenn ich Deine Nähe angenehm ſinde, werdeſt Du meine Geſellſchaft Dir wohl gefallen laſſen können?“
Der Ritter von Mengersheim erſchien— nnange⸗ meldet, wie ihm frei ſtand— auf dem Söller, und ging auf ſeinen Gebieter zu. Ehrſurchtsvoll, aber bekümmert war ſeine Haltung: demüt big ſein Blick; nur einmal ſcweifte ſein Ange verwundert und durchdringend zu dem geſchmückten eibe auf, das neben dem Biſchof ſtand.
—„Herr von Mengersheim,“ redete ihn der Leßtere freundlich an:„Was will der Weiſeſte meiner Hofräthe 2“
Der Ritter ſtellte ſich an, als wolle er reden; dann betrachtete er plötzlich die fremde Frau, wechſelte einen fragenden Blick nmit dem Biſchof, und verbengte ſich ſchweigend.
—„Was ſoll das, Mengersheim? habt Ihr die Sprache verloren 2“
„Nein, guädiger Herr. Ich kann aber jetzt nicht mit meinem Anliegen heraus.“
—„So wählt eine günſtigere Stunde, und kommt wieder. Ihr ſolt immer geneigtes Gehör finden.“
„Wie gerne ginge ich und käme wieder! Aber— wenn nicht die jetzige Stunde die günſtigſte iſt, habe ich meinen Handel verloren. Und dennoch— ich kaun hicht vorbringen, was ich will, ſo lange Ihr nicht allein ſeyd, Ew. Gnaden.“
—„Allein? Fürchtet Ihr dieſe Frau? Ich verſichere Euch, ſie iſt eine himmliſce Botſchafterin, der ich Troſt und Hoffuung verdanke. Hoffnung und Glück ſind aber allein das Leben, foiglich bin ich Ihr das Leben ſchuldig. Ihr werdet Alles erfahren, mein edler Hermann. Macht alſo ferner kein Geheimniß aus Euerm Begehren. Dieſe


