Teil eines Werkes 
53. Band, Der König von Zion : romantisches Gemälde aus dem sechszehten Jahrhundert : 3. Band (1840)
Entstehung
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ihm geſchehe, wie das peinliche Gericht geſprochen. Dieſer Fang iſt unbezahlbar.

Noch köſtlicher iſt, was ich ferner erfuhr, gnä⸗ digſter Herr. Wiſſet alſo, daß.4

Muntrer Trompetenlärm ſchmetterte in des Ober⸗ amtmanns Rede. Zwiſchen durch klangen Geſänge aus rauhen Männerkehlen; hie und da ſchlugen dumpfe Trommeln darein.

Horch? was bedeutet das Getöſe 26 fragte der Biſchof mit pochendem Herzen.

Die Meißner werden eingebracht, rief der Droſt frohlockend:Theodor von Recke, der tapfre Mann, hatte ihre Spur verfolgt, und die Meuterer bezwungen, obſchon er ſelbſt aus zehn Wunden blutete. Der Oberſt Stedingk und der Kriegsrath erwarten Eure Befehle, gnädiger Herr.

Die helle Sonne ging in Waldecks Geſicht auf. Die fremde Maria fragte heftig:Hab' ich nicht ver⸗ kündet, daß bei Dir das Glück einkehren würde, fürſtlicher Herr? Lange und ohne Mißgeſchick ſey Dein Leben!

Sinnend antwortete der Biſchof:Es iſt, wie Du ſaaſt. Von Deinem Eintritt an beruhigte ſich mein Herz, und jetzt ſchlagen wieder die erſten Strahlen meines Sterns durch die finſtern Wolken meiner Trauer. Ja, auch die Rache, die Vergeltung iſt ein Sieg. Ich will ihn genießen. Reißt die Vorhänge und Schirme von dieſen Fenſtern; Es werde Tag um mich her! Mir ſteht wieder ein Engel zur Seite.

Im Nu waren des Biſchofs Befehle erfüllt, hatten ſeine Kämmerer die Fenſter befreit, und eine Thüre ge⸗ öffnet, die auf den langen Trompetergang über einem Thore des Schloſſes führte. Waldeck trat hinaus, be⸗ gleitet von der Wunderthäterin und lebte auf im Hauche⸗ der warmen Luft und im Gefühl wiedergewonnenen Glücks. Zu ſeinen Füßen wurden die armen verlockten Meißner Söldner zuſammengetrieben, gebunden mit Stricken, je