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Freude anzuſagen. Rede denn, ich bin geneigt, Dich anzuhbren.“
Die Fremde ſah ſich beſorgt nach dem Oberamtmaun um, di ſie langſam erwiederte:„Nur Dein Ohr ſoll vernehmen, was ich rede. Sey nicht mißtrauiſch, mein Herr und In kurzer Friſt läßt ſich vieles ſagen.“
die Thüre, Merfeld.“— Der Droſt gehorchte.
Das ſchöne Weib beugte die Kniee vor dem Biſchof: „Sey geſegnet und regiere lauge! Vertrane Deiner ſchwa⸗ chen Maad, und binnen Kurzem ſoll Münſter Deinen Fahnen ſich neigen.“—„Rede, Junafrau.“— Aufge⸗ richtet fnhr ſie fort:„Es mag vielleicht die Blüthe meiner Tage auf meinen Wangen leuchten, doch bin ich ſchon vermählt, und vom Niederland mit meinem Manne— kaum ſind zwei Monate verſtrichen— gen Münſter ge⸗ zogen, weil die falſchen Propheten mit ihren Verheißungen von Freiheit und Wohlleben viele Tanſende bethört hatten; unter dieſen meinen Gatten.— Wie ſahen wir uns je⸗ doch getäuſcht? Wir waren in ein hölliſch Reich gerathen, und unſer Anker in wilden Stürmen war nur das Gebet, das einſame und verſteckte Gebet in unſerer ſtillen Kammer. Vor wenigen Tagen unterbrach eine Stimme, die von oben zu meinem Herzen redete, die Seufzer meiner Reue und Andacht. Sie befahl mir, das Gewiſſen meines Ehegemahls zu erwecken, und mit ſeiner Hülfe die un⸗ glückliche Stadt ihrem rechtmäßigen Herrn und Biſchof wieder anszuliefern. Ein Strahl des Geiſtes erleuchtete das Herz meines Mannes bei meinen erſten Worten. Er iſt, wenn ich gleich heute noch ſeinen Namen verſchweige, mit vielen angeſehenen Leuten von Münſter eng verbun⸗ den, und alle dieſe tragen ungeduldig das Joch, das ihnen ein böſer Geiſt auferlegt hat. Ich komme, gnädiger Herr, von Dir ein ſichres Geleit für meinen Gatten zu erbitten, und als Geiſel zurückzubleiben, bis er ſelbſt mit


