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wegbegeben; denn es war um die Stunde, da die Feld⸗ hauptleute zum Kriegsrath erſchienen.
Sie traten langſam ein: der Graf von Uberſtein und der von Wied; Wilkin Stedingk, der Oberſte über alles Fußvolk; Hermann Sittard, und Johann von Sen⸗ den; Hans von Teklenburg, der Nachfolger des im letzten Sturme ſchwer verwundeten Hans Coryzer; endlich Her⸗ mann von Mengersheim und Einer von Schönebeck, die, um ihrer Erfahrung willen, dem Kriegsrath beigeſellt worden waren, wenn ſie ſchon keine Befehlshaberſtelle im Heere bekleideten.—
Wie gewöhnlich erhellte ſich die Stirne des Biſchofs bei'm Eintritt feiner Hauptleute; aber wie gewöhnlich verdoppelte ſich ſeine Traurigkeit, da er wiederum in den Geſichtern der Grafen und Herren nichts als Unglücks⸗ poſten las.
„Geſchwinde, geſchwinde nur! Welch neues Mißge⸗ ſchick habt Ihr mir anzuſagen 2“ fragte der Fürſt unge⸗ duldig mit verhüllten Augen, während die Oberſten lang⸗ ſam in einen Kreis um ſeinen Sitz zuſammentraten.— Sie winkten alle dem rauhen Stedingk zu, dem Biſchof zu antworten.
Er begann vernehmlich und derb:„Die Sachen vor der Stadt Münſter ſtehen gerade noch auf demſelben Fleck, gnädiger Herr. Die Feinde graben ſich ein, wie Dachſe in ihrem Baͤu; wir halten alle Ausgänge ſtreng beſetzt. Die neue Erfindung des Werkmeiſters Offerkamp, ſich in Laufgräben der Stadt zu nähern, hat nicht Probe gehalten. Ich habe ihn bedeutet, daß er die wälſchen Poſſen zu unterlaſſen habe. Dagegen verſuchen die Feinde nicht ohne Erfolg und häufig die vermaledeite, von den Türkenhunden erlernte Teufelskunſt, vergrabnes Pulver anzuzünden, und was herumliegt oder ſteht, in die Luft zu ſprengen.“
Die Hauptleute ſeufzten zugleich mit dem Biſchof.


