Teil eines Werkes 
17. Band, Winterspenden : Erzählungen und Novellen : 2. Band (1833)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

292 ſich nieder.Ich bin kein Tyrann, der nach Ihrem Blute durſtet, ſprach er endlich:aber ſtraffallig ſind Sie, und wiſſen muß ich, wie alles dieſes gekommen. Eliſe warf ſich zu des Vaters Fuͤßen, und erzählte, was ihr be⸗ gegnet.Guido? rief der Koͤnig, und zog die Schelle:der kecke Fremdling ſoll mir auf der Stelle Rede ſtehen. Die herbeieilenden Diener wurden beordert, den Maler alſobald herbeizufuͤhren. Die Freifrau ſchien von allem, was um ſie vorging, nichts zu vernehmen. Den Blick gen Himmel gerichtet, die Lippen wie im Gebete bewegend, ſtand ſie da, ein von der uͤb⸗ rigen Welt getrennter und geſchiedener Geiſt. Die Koͤnigin ſprach Worte der Suͤhne zu dem Gemahl, aber ſeine Zuge blieben hart und fin⸗ ſter:Muͤſſen mich denn immer Bilder einer boͤſen Vergangenheit umſchweben 2 murrte er: nimmt denn der Tod ſeine ihm längſt verfallne Beute nicht an ſich, um mich nur immerfort zu quälen? Und was konnte Sie, Frau von Albo, bewegen, an der Grenze ihres Lebens, längſt