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leſerin ergab, um die Dame ihrer fernern Pflicht fuͤr dieſen Abend zu entbinden. Die Lektrice entfernte ſich; die Oberhofmeiſterin, nachdem ſie die Befehle der Koͤnigin empfangen, folgte, und Mutter und Tochter blieben einſam zuruͤck.— „Erzeige mir den Gefallen etwas auf der Harfe zu ſpielen;“ ſprach die Mutter zu Eliſen:„das Inſtrument, das ich einſt fertig ſpielte, will unter meinen nachläſſigen Haͤnden nicht gedei⸗ hen. Deiner raſchen Jugend wird's beſſer ge⸗ lingen, Gefuͤhl aus dieſen Saiten zu locken. Spiele, mein Kind. Ich bedarf der Erheite⸗ rung.“ Eliſe gehorchte. Ueber die Saiten in praͤludirenden Akkorden glitten ihre zarten Fin⸗ ger, aber die holde Spielerin konnte nicht lange den gemaͤßigten Gang des gewaͤhlten Tonſtuͤcks halten; ein haſtiger zitternder Geiſt wehte bald in den ab⸗ und niedergehenden Toͤnen, zum Preſto wurde das Andante, und brach ploͤtzlich mit einer grellen Diſſonanz ab.—„Verzeihen Sie, Mutter,“ rief die Prinzeſſin aufſpringend: „ich kann nicht weiter ſpielen. Es will mir die


