Teil eines Werkes 
17. Band, Winterspenden : Erzählungen und Novellen : 2. Band (1833)
Entstehung
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ſterin, die allein zugegen war, des beliebteſten Dichters Meiſterwerk vor, in dem er die Wuͤrde und Anmuth der Frauen beſingt. Theilnehmend hoͤrte die Koͤnigin zu; die Oberhofmeiſterin heu⸗ chelte Intereſſe, und wuͤnſchte ſich an ihren Spieltiſch. Ungeduldiger aber noch als ſie, er⸗ trug Prinzeß Eliſe die Vorleſung. Eine uner⸗ klärliche Unruhe ſprach aus jeder Bewegung der ſchoͤnen Jungfrau. Bald ſchweiften ihre Augen an der Decke und den Waͤnden umher, bald ſah ſie unverwandt zum Boden nieder. Die leichte Arbeit, mit der ſie ſich beſchaͤftigte, foͤrderte ſich nicht in ihren gewandten Haͤnden, entſank endlich denſelben voͤllig; mit wachſender Unruhe veraͤnderte ſie einigemal ihren Platz und fuhr ſichtbar zuſammen, ſo oft die Penduͤ⸗ len ſchlugen, und die Zeit wieder um eine Stunde vorgeruͤckt war. Die Koͤnigin, eine be⸗ ſorgte liebende Mutter, ſaͤumte nicht, dies auf⸗ fallende Benehmen zu bemerken, und, ſelbſt aͤngſt⸗ lich werdend, benützte ſie den erſten ſchicklichen Ruhepunkt, der ſich in dem Vortrage der Vor⸗